Comenius Projekt 2013-2015 Tychy (Polen) – Hamburg (Deutschland)

Ende September 2015 geht unser zwei jähriges Projekt mit der Stadt Tychy in Polen zu Ende. Sowohl die SchülerInnen als auch die Lehrer, die an dem Projekt teilgenommen haben, konnten in diesen zwei Jahren viele neue Erfahrungen sammeln.

Wir möchten an dieser Stelle wiederholt ein Dankeschön an die SchülerInnen beider Länder richten, an die KollegInnen, die uns unterstützt haben und auch an die Schulleitung richten!

Michel Bräuer und Nerijus Grigas Pluhar
Hier eine kurze Zusammenfassung davon, was wir geplant, erreicht und erlebt haben:

Vorbereitungsphase:
Zur Vorbereitung der ersten Fahrt nach Polen erfolgte zunächst ein intensiver Austausch mit unseren polnischen Projektpartnern bezüglich der Gestaltung der Projektinhalte in Tychy (Polen). Dies geschah unter permanenter Rücksprache mit den Schülern (im weiteren Text benutzen wir den Ausdruck „Schüler“ als Synonym für beide Geschlechter) beider Länder, sowie auch mit den Betrieben in Polen und in Deutschland.

Im Vorwege erstellten die deutschen Schüler eine Präsentation über Polen, deren Inhalt darin bestand, die Erwartungen an Land und Leute zu schildern und somit einen Gesprächsanlass bezüglich eventuell vorhandener Vorurteile zu liefern. Dies führte bei der Vorstellung in der polnischen Schule zu einer angeregten und fruchtbaren Diskussion.

Projektphase in Polen:
Am Anfang des Besuches in Polen stand das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Hierzu wurden zahlreiche Aktivitäten, Spiele und eine Stadtrallye in gemischten Teams durchgeführt. Dadurch ergaben sich bereits zahlreiche Gesprächsanlässe zwischen den Schülern auf Deutsch, Englisch und Polnisch.

Dieses interkulturelle Lernen erfolgte während der gesamten Aufenthaltszeit durch zahlreiche Unternehmungen, wie zum Beispiel: Besichtigung eines typischen Arbeiterviertels in Kattowitz, eines Bergwerkes und der Gedenkstätte in Auschwitz, Fahrt nach Krakau, Breslau und in das Beskidy Gebirge, Besuch in landestypischen Restaurants etc.

Als Einstimmung auf die Erkundung der Betriebe in Polen wurde zunächst mit der gesamten Gruppe eine Betriebsbesichtigung bei Fiat Poland durchgeführt.

Die zentrale Aktivität des Besuches in Polen bestand aus Betriebserkundungen und Praktika in den polnischen Logistikbetrieben: „M+ Logistik“, „Zabka“ und „SPM Systema Logistik“. In drei unterschiedlichen gemischten Teams lernten die Schüler die Betriebe zunächst kennen, konnten vorab formulierte Fragen klären und hatten abschließend die Möglichkeit anhand einfacher, aber realer Aufgaben in dem Betrieb mitzuarbeiten. Die Kommunikation lief auch hier dreisprachig ab.

Die Nachbereitung der Betriebserkundungen erfolgte in der Schule in Polen wieder in gemischten Gruppen. Die Schüler verfassten gemeinsam einen Tätigkeits- /Erfahrungsbericht. Parallel dazu klärten sie gemeinsam sowohl umgangssprachliche, als auch logistische Begriffe und legten hierzu ein deutsch-polnisches Wörterbuch an. Als Ergänzung fand ein gemeinsamer Sprachunterricht mit der Gesamtgruppe statt, der von den Schülern durchgeführt wurde.

 

Projektphase in Deutschland:
Auf Basis des Schülerfeedbacks wurden Verbesserungsvorschläge der Schüler beider Länder für das Programm in Hamburg erhoben. Ein zentraler Schülerwunsch bestand darin, noch intensiver an der Planung des Programms mitzuwirken. So bestand während des Aufenthalts in Hamburg ein Schwerpunkt darin, dass die Hamburger Schüler den polnischen Schülern ihre Schule und Betriebe, aber vor allem auch ihre Stadt aus verschiedensten Perspektiven vorstellten. Die Unternehmungen reichten von Grillabenden auf dem Schulhof, gemeinsamen Unterrichtsbesuchen, einer Hafenrundfahrt auf der schuleigenen Barkasse über einen Besuch in einem Wildpark bis zu einer Abendveranstaltung auf einem großen Frachtschiff im Hamburger Hafen.

Deckungsgleich zum Aufenthalt in Polen führten wir gemäß unseres Projektschwerpunktes wieder drei Betriebserkundungen bei den Unternehmen „Schrauben-Reyher“, „H&M-Logistikzentrum“ und dem Zentrallager für Norddeutschland von Mercedes-Benz durch. Die Schüler bekamen in diesem Rahmen die Gelegenheit vorab erarbeitete Fragen zu klären, kleine praktische Aufgaben durchzuführen und nicht zuletzt in der Nachbetrachtung Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den polnischen und den deutschen Logistikbetrieben zu erörtern. Die Handlungsprodukte, bestehend aus dem Erfahrungsbericht und dem Wörterbuch, wurden weitergeführt. Ergänzt wurde das umfangreiche Programm auch während des Besuchs in Hamburg durch einen gemeinsamen Sprachunterricht in der Schule.

Abschlussphase:
Die Abschlussphase zeichnete sich durch die Fertigstellung der Wörterbücher und des Erfahrungsberichtes aus. Zusätzlich fertigten die Schüler Fotodokumentationen und zweisprachige Plakate für die Schaukästen in den Schulen an. Dies geschah in ständiger Kommunikation der beiden Gruppen.

Alle Aktivitäten wurden zahlreich dokumentiert und sind unter folgenden Links einzusehen:

https://www.facebook.com/TychyHamburgComenius

pdfsłownik – das Woerterbuch-1

pdfComeniusbuch

Link zur polnischen Schule: http://zs6.tychy.pl/